Hello from Canada! :)
Die Tage hier sind so stressig wie nie zuvor, weshalb ich es letzte Woche auch leider nicht geschafft habe, für euch zu bloggen. Das liegt vor allem auch daran, dass wir im Moment nur 8 Interns sind und das ist sehr wenig, wenn man bedenkt, dass es 16 waren als ich gekommen bin.
Aber nun zur letzten Woche, denn ihr habt in der kurzen Zeit einiges verpasst :P. Wir haben meine zwei ersten Eichhörnchen ausgewildert und das war wirklich ein tolles Gefühl und ich was auch echt stolz, ihnen ihr Leben geschenkt zu haben. Aber ich war nicht lange ohne Eichhörnchen, denn ein paar Tage später habe ich acht (!!) neue Babies bekommen. Anfangs habe ich fast 1 1/2 Stunden gebraucht um sie alle zu füttern, mittlerweile sind es nur noch 40 Minuten. Aber immernoch sehr lange, wenn die letzte Fütterung gegen 11 ist und ich dann noch meinen kleinen Raccooni füttern muss. Apropos Raccooni, er hat mittlerweile auch einen Namen und wurde Leo getauft :). Und er wächst und wächst und wächst und wird langsam aber sicher ein richtiger Waschbär. Er läuft jetzt auch immer durch die Nursery, wenn ich die Milch aufwärmen und folgt mir auf Schritt und Tritt. Ist echt super goldig!
Außerdem haben wir letzten Dienstag wieder vier der Rehe ausgewildert. Wie schon das letzte Mal, hat mein Wecker wieder um 4.45 Uhr geklingelt, damit ich alle meine Tiere füttern konnte, bevor wir die Rehe verladen. Das Verladen ging überraschenderweise relativ schnell und so waren wir um 7 Uhr abfahrtbereit Richtung Nord-Vancouver. Dort ging es auf einen Berg, auf dem es im Winter viele Skigebiete gibt und auf dem das ganze Jahr eine kleine Wildtierstation beherbergt ist. Oben auf dem Gipfel angekommen, haben wir die Rehe in ein "pre-release-Gehege" ausgewildert. Das ist ein großes, aber eingezäuntes Gebiet, wodurch sich die Tiere an die neue Umgebung, die Gerüche und die neue Freiheit gewöhnen können, bevor sie dann in circa drei Wochen ganz ausgewildert werden. Auf dem Rückweg zur "Basis" haben wir dann einen echten Grizzly Bär gesehen. Er hat nur ein paar Meter neben der Straße in einem Fluss gebadet. Das war echt ziemlich beeindruckend aber auch angsteinflößend. Nach der Auswilderung wären dann eigentlich noch drei weitere Rehe übrig geblieben, die wir in den nächsten Wochen auswildern wollten. Nur hat dann eine der drei Durchfall bekommen und ich habe sie nachts immer mit einer Wärmelampe und einer extra Foodplate in ihr Schlafhaus eingeschlossen. Eines Morgens war sie dann aber trotz Wärmelampe eiskalt, sodass wir sie mit ins Haus genommezn. Aber es war wohl schon zu spät, denn nach circa drei Stunden hat sie angefangen nach Luft zu schnappen und konnte nicht mehr richtig atmen, was immer ein Zeichen dafür ist, dass Tiere dabei sind zu sterben. Deshalb haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, sie von ihrem Leiden zu erlösen...
Ansonsten ist "tiermäßig
nicht viel passiert aber ich habe ein weiteres Mal etwas mehr von der
Umgebung gesehen, denn eine der Supervisor hatte die Mädels von meinem
Zimmer und mich Freitagabend zum Essen eingeladen. Der Abend war
wirklich schön und lustig und mal eine gute Abwechslung zum stressigen
Alltag. Auf dem Weg dorthin hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf
die Berge im Sonnenuntergang (ich war so geflasht, dass ich leider nur ein Foto für euch gemacht habe). Die Natur hier ist wirklich überwältigend
schön!
Allerliebste Gruesse,
Lena :)
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| Breathtaking mountains in the sunset |
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| It's becoming fall |
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| Faaaaaawns |
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| Grizzly bear |
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| My big, big babies |