Montag, 15. Juni 2015

Es gibt einiges aufzuholen...

Hallo ihr Lieben!
Jaaa ich existiere noch, genauso wie dieser Blog hier. Es gab ein paar Probleme mit dem Passwort und das war auch leider der Grund, weshalb ich auf einmal abbrechen musste zu bloggen. Aber mittlerweile sind alle Probleme gelöst und ich kann endlich wieder auf meinen geliebten Kanada Blog zugreifen :-).
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich bin mittlerweile wieder zurück in good old Germany. Seit eineinhalb Monaten sogar schon. Und rücklblickend ging die Zeit so verdammt schnell rum. Da vergehen neun Monate einfach mal wie im Flug und ich sitze wieder auf der anderen Seite des großen Teichs. In den letzten Wochen gab es so viele Menschen, die mich (logischerweise) gefragt haben "Und wie wars?". Tja, was antwortet man dann auf diese Frage? Wie packt man all die Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle, tolle Menschen, wundervolle Orte und tausende Kilometer von neun Monaten in ein paar Sätze? Ich habe das leider nie wirklich geschafft, da ich alles, was ich da drüben erlebt habe nicht einfach mal so erzählen kann. Wo sollte ich auch anfangen? Meine Standartantwort lautete dann meistens: "Jaa es war einfach eine mega tolle Zeit, die ich nie vergessen werde! Unvergesslich und wunderschön. Und ich würde es sofort wieder tun.". Und das ist die Wahrheit. Das ist das Beste, wie ich meine Zeit kurz zusammengefasst auf den Punkt bringen kann. Manchmal kommt es mir auch schon fast ein bisschen unwirklich vor, wenn ich jetzt hier in Deutschland auf der Terasse sitze und mir dann vorstelle, dass ich noch vor drei Monaten durch die eisige Kälte von Québec gestapft bin und ein paar Tage später, die Sonne in Toronto genossen habe. Ich habe so viele Dinge in manchmal auch sehr kurzer Zeit gesehen, dass es wahrscheinlich noch ein bisschen dauern wird, bis ich das alles so wirklich begriffen habe. Aber jedes Mal, wenn ich mir die tausend (und das ist nicht untertrieben!) Fotos der 267 Tage anschaue, erinnere ich mich an so viele unvergessliche und tolle Momente mit mindestens genauso tollen Menschen zurück.
Manche Menschen haben mich auch gefragt, ob ich denn wieder zurück wollen würde. Und auch, wenn meine Kanada Zeit bis jetzt mit die tollste und aufregendste Zeit meines Lebens war, bin ich für mich genau zum richtigen Zeitpunkt gegangen. Natürlich gibt es immernoch mehr Dinge und Orte, die ich hätte erleben und sehen können aber ich bin zu 100% zufrieden und glücklich. Immerhin habe ich es einmal von West nach Ost geschafft, obwohl das ganz am Anfang gar nicht der Plan war. Da sieht man eben mal wieder: Leben ist das was passiert, wenn man gerade andere Pläne macht.
Ich habe ja eben schon die tausenden von Fotos erwähnt, die ich gemacht habe. Und obwohl ich ja schon echt einige mit euch geteilt habe, wollen immernoch ganz viele unvergessliche Erinnerungen und Geschichten mit euch geteilt und Fotos veröffentlicht werden. Genau aus diesem Grund, werde ich kleine Falshback-Posts veröffentlichen und dort anknüpfen, wo mein letzter Blogeintrag geendet hat.
Ich hoffe, ihr seid weiter dabei, auch wenn manche die Geschichten schon live gehört haben.

Eure Lena :-)


Montag, 9. März 2015

Dogs leave pawprints on your heart

Hallo meine Lieben! :)
Und schon wieder ist so viel Zeit seit dem letzten Blogport vergangen...tut mir leid! Aber dieses Land hält mich einfach so sehr auf Trab, dass ich wenig Zeit für den Blog finde. Und das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen oder?
Nun aber wirklich zum eigentlichen Thema: ich will euch noch von meinem einmaligen und unvergesslichen Wochenende erzählen, dass ich mit Shellie und Joe auf dem Hunderennen verbracht habe. Bis weniger als 24 Stunden vor Abfahrt wusste ich noch gar nicht, dass ich mitdurfte und habe mich dann umso mehr gefreut, als Shellie mir erzählt hat, dass sie mich mitnehmen! Und nicht nur das, ich durfte sogar selbst ein Team mit ins Rennen nehmen!! :) Dann hieß es den ganzen Freitag erst mal packen. Das ist ungefähr so, wie vor einem Volti-Turnier. Man muss die ganze Ausrüstung für die Hunde, wie Leinen, Geschirre, Futter, Schlitten, Schlittenleinen und noch vieles mehr einpacken und wenn das dann alles erledigt ist, unsere Menschensachen :D.
Freitagabend ging es dann früh ins Bett, weil der Wecker am nächsten Morgen auf 4 Uhr gestellt war...Da haben wir dann im Halbschlaf die Hunde von der Scheune runter zum Truck geführt und sie in die Hundeboxen gepackt. Die Hunde bleiben das ganze Wochenende in den Boxen und werden nur für das Rennen, ein paar Spaziergänge, Futter und um ihre Geschäfte zu erledigen, heruntergeholt.
Da habe ich zwar auch erst gedacht " Oje die armen Hunde, die ganze Zeit eingeengt", aber denen gefällt es darin wirklich ganz gut glaube ich! 
 So sieht das dann aus!

Nach gut 2 1/2 nord-westlicher Fahrt sind wir dann in Fort Saint James beim Rennen angekommen. Dort hieß es dann zuerst einmal "drop the dogs", was so viel heißt wie alle Hunde aus den Boxen heben und an eine Kette vor dem Auto anzubinden, damit sie sich erleichtern können. Danach haben wir uns ein bisschen auf dem Gelände umgesehen und auch den Anfang der Rennstrecke ausgecheckt. Der hat mir auch gleich etwas Bammel gemacht, da nach den ersten 100m nach dem Start eine ziemlich, ziemlich scharf aussehende Kurve kam und sogar Shellie sagte, dass sie da bestimmt hinfällt. Na Prost Mahlzeit habe ich mir da gedacht...wenn sie das schon sagt, die seit fünf Jahren auf einem Schlitten steht, wie soll ich das denn dann schaffen?!
Naja, war dann auch noch ein bisschen Zeit bis zu meinem Start, denn zuerst starteten andere Kategorien, bei denen wir dann ein paar Mushern geholfen haben, ihre Hunde an den Schlitten zu leinen und die Hunde mit an die Startlinie geführt haben. Denn mit teilweise zehn Hunden an einem Schlitten kann das ganz schnell ein ziemliches Chaos werden, was auch mal nicht so gut ausgehen kann, weil sich eben nicht alle Hunde suoer gut verstehen. Aber es ist zum Glück alles gut gegangen.
Es ist echt schon ziemlich spannend, einfach nur vor dem Rennen dabei zu sein und alle Hunde zu sehen und vor allem zu hören! Ihr glaubt nicht, wie laut das war. Die Hunde haben gebellt, weil sie so aufgeregt waren und nicht mehr warten wollten, bis sie endlich rennen dürfen. Denn egal, wie viele "böse" Geschichten es über Musher gibt und ja, manche treffen auch leider auf manche Musher zu, die Hund lieben es einfach den Schlitten zu ziehen! Das sieht man jedem einzelnen an!
Die Zeit verging dann doch rasend schnell und auf einmal musste ich meine Startnummer anziehen, die Hunde aus ihren Boxen holen, ihnen ihr jeweiliges spezielles Geschirr anziehen und sie vor den Schlitten spannen und dann stand ich schon im shoot out (so wird die Startlinie genannt). Dort wurden die letzten zehn Sekunden runtergezählt und dann hieß es "reeeeeeaaaddddyyy" für die Hunde ich mich. So schnell wie meine Hunde gerannt sind, konnte ich gar nicht wirklich über die scharfe Kurve nachdenken, von der ich euch vorhin erzählt habe, und ich auf einmal war ich auch schon wieder vorbei. War also alles gar nicht so schlimm wie erwartet.



Nach knapp 20 Minuten für 4km, war der ganze Spaß auch schon wieder vorbei, die Hunde und ich kamen heil im Ziel an und ich hatte mein erstes Hunderennn erfolgreich hinter mich gebracht. Für den Tag landete ich auf dem 5. Platz (von 7), war aber auch als fünfte gestartet und da wir alle mit einem zwei-Minuten-Abstand losgeschickt wurden konnte fast jeder seine Startposition halten.
Danach wurden die Hunde erst mal mit cookies und Abendessen belohnt, wieder eingeladen und wir fuhren zu unserer Unterkunft. Dort angekommen haben wir uns eine halbe Stunde ausgeruht, danach wieder die Hunde zum Pinkeln rausgelassen und sind dann zu einem Dinner mit allen anderen Mushern gefahren. Das war echt ein schöner und lustiger Abend und ich habe einige echt nette neue Leute kennengelernt :)
Wieder bei unserer Unterkunft angekommen hieß es nochmal "drop the dogs" und wir sind mit ihnen auch allen noch einzeln spazieren gegangen, damit sie sich vor der Nacht die Beine vertreten konnten. Dann haben wir uns nochmal für zwei Stunden hingelegt, um die Hunde um Mitternacht noch ein letztes Mal rauszulassen. Die können nämlich höchstens für sechs Stunden am Stück in den Boxen bleiben. Womit ihr euch also auch ausrechnen könnt, wann der Wecker am nächsten Morgen geklingelt hat. Ich sage nur eins: es war früh, sehr früh! Und vor allem nach so einem langen Vortag.
Nach einem guten Früshtück waren Shellie, Joe, ich und alle 14 Hunde gegen 8 Uhr bei der Rennstrecke und dort lief alles ungefähr so ab, wie am Tag zuvor auch. Ich habe meinen letzten Durchlauf nochmal sehr genossen und konnte meinen 5. Platz auch halten (was mir sogar $60 Preisgeld eingebracht hat). Aber letztlich wäre es mir ganz egal gewesen, mit welchem Platz ich nach Hause gekommen wäre, denn die Erfahrung war einfach einmalig, unvergesslich und vor allem unbezahlbar! Ich bin einfach so so unendlich danbar, dass Shellie mir so etwas Wundervolles ermöglicht hat! Shellie, just in case you've made it this far: thank you again so so much! ♥

Der gesamte Monat auf der Farm gehört mit zur tollsten Zeit, die ich hier in Kanada hatte, because I simply fell in love with those wonderful dogs and this amazing place on earth! :)

Das wars mal wieder von mir und meinen Abenteuern.

Bis zum nächsten Mal,
eure Lena xx






Dienstag, 10. Februar 2015

Lena, die Musherin.

Hallo ihr Lieben!
Ich sitze gerade auf der Couch, schlürfe heiße Schoki mit Bailey's, im Fernsehen läuft Hockey (was auch sonst), bin umringt von Hunden und draußen schneit es schon den ganzen Tag. Mir könnte es also schlimmer gehen :). Allgemein hat sich mein guter erster Eindruck hier mehr als bestätigt und mir gefällt es super gut! Montags bis freitags sind Shellie und Joe bis nachmittags arbeiten und wir, ein Franzose und ich, sind mit den Hunden alleine. Der Tag fängt um 8 Uhr mit füttern, "poop" aus den rieeeesen Freiläufen aufsammeln und Wasser austauschen an. Da es hier ja meistens zwischen -5 und -25°C kalt ist, und das Wasser dementsprechend geforen ist, bringen wir immer einen Eimer mit heißem Wasser mit, in dem wir dann die anderen Eimer auftauen, bevor wir sie mit frischem Wasser auffüllen können. Wenn es um das Futter geht sind die Hunde echt super erzogen! Sie wohnen meistens zu zweit oder zu dritt in ihre eigenen pens in der Scheune mit Zugang nach draußen zu den großen, eingezäunten Freiläufen und obwohl es Hunde sind, weiß jeder einzelne, dass man nur das eigene Futter fressen darf und würden es niemals wagen, das Futter der anderen anzufassen. Das hab ich so vorher noch nicht gesehen und finde ich echt bewundernswert! Allgemein sind sie aber super erzogen und hören eigentlich seit dem zweiten Tag auf mich, wenn ich sie rufe. Und sie sind soo verschmust und wollen den ganzen Tag am liebsten nur geknuddelt werden.
Nachdem wir die Hunde versorgt haben, warten noch drei Ziegen, ein Schaaf und ein Lama auf Heu und Wasser. Wenn die dann satt und glücklich sind, ist es meistens 10 Uhr und endlich Zeit für unser Frühstück! Bis 12 ist dann entweder Freizeit angesagt oder so Sachen wie Schnee schaufeln oder Holz hacken, was eben gerade anfällt. Gestern haben wir zum Beispiel fast drei Stunden Schnee geschippt, nachdem es den Tag vorher geschneit hatte. Und das ist echt verdammt anstrengend! Naja und heute hat es wieder geschneit, also guess what, was wir die nächsten Tage wieder machen? Richtig! Schnee wegräumen. Vor dem Mittagessen gehen wir mit den vier Oldies, die zu alt sind um Schlitten zu ziehen, spazieren, was in dem hohen Schnee zu einem richtigen Bein-Workout wird! :D Danach halte ich entweder ein Mittagsschläfchen, lese, schaue einen Film oder knuddel mit den Doggies. Ab 4 Uhr fangen dann die Vorbereitungen für das Abendessen an und wir kochen Kürbis, Reis oder Haferflocken und zerkleinern das Fleisch, entweder rohes Hühnchen oder Fisch. Das wird alles vermischt und sieht gar nicht mal soo unappetitlich aus aber essen würde ich es trotzdem nicht :D. Um 5 wird das Essen serviert, genauso wie wieder poop aufgesammelt und Wasser aufgefüllt. Jeden zweiten Abend werden die Hunde trainiert und bekommen ihren Auslauf in Form von Schlittenfahren. Meistens sind es immer sechs Hunde pro Schlitten, sodass wir mehrere Touren à einer Stunde machen. Da wird es abends auch oft ziemlich spät, bis wir ins Bett kommen. Beim Schlittenfahren ist nie nur der Musher mit dem Schlitten und seinen Hunden alleine unterwegs, sondern immer ein Schneemobil mit dabei, das im Notfall einen verletzten Hund zurückbringen kann, oder, sollte der Musher vom Schlitten fallen und den Schlitten auch noch loslassen, den Hunden hinterherfahren und einfangen kann. Denn Huskies sind nun mal Huskies und egal, wie lieb und gut erzogen sie sind, sie würden immer weiterrennen und auch wahrscheinlich nicht nach Hause zurückkehren.
Sowohl das Schlittenfahren, als auch das Fahren mit dem Snowmobil machen beide unglaublich viel Spaß, sind aber auch anstrengend. Beide funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: man bestimmt mit Hilfe von Körpergewicht und Balance die Richtung (und manchmal habe ich ein bisschen Schiss umzukippen :D). Mit dem Snowmobil bin ich mittlerweile ziemlich vertraut und komme gut damit klar und am Sonntag durfte ich auch das erste Mal für eine halbe Stunde selbst auf dem Schlitten stehen und Musher spielen. Ein unvergessliches Erlebnis, was sowohl ich, als auch die Hunde heil überlebt haben! :) Ich freu mich schon aufs nächste Mal!
Ansonsten komme ich auch immer mehr mit den ganzen Hundenamen klar und kann sie zum Glück jeden Tag besser auseinanderhalten und wiedererkennen, was man bei 25 Huskies, die sich alle auch noch ziemlich ähnlich sehen, nicht unterschätzen darf!
Die Wochenenden sind meist vom Tagesablauf etwas unterschiedlich, da wir oft bei Freunden sind oder andere Dinge unternehmen. Am Sonntag waren wir morgens zum Beispiel ice-fishing auf einem zugefroren See und haben sogar was gefangen, was dann unser Abendessen wurde. Hat schon was, einen eigens gefangenen Fisch zuzubereiten und zu essen. Wobei ich zugeben muss, dass ich selbst ihn nicht gefangen habe, hat aber trotzdem geschmeckt :). Außerdem habe ich mein erstes, wildes Moose gesehen! Das ist uns auf dem Weg durch den Wald zum See über den Weg gelaufen und panisch vor uns weggelaufen, als es uns gesehen hat. Und das sah echt lustig aus, sehr tollpatschig und viel zu lange Beine um zu rennen :D Vielleicht läuft mir ja nochmal eins über den Weg und ich kann meine Kamera für euch zücken :). Ist hier zum Glück gar nicht so unwahrscheinlich, da wir jedes Mal, wenn wir die Hunde bewegen, ganz viele Spuren im Schnee sehen: Moose, Reh, Hase, Kojote.
So, ich glaube ich habe euch jetzt soweit auf den neuesten Stand gebracht und widme mich jetzt wieder meiner Schoki und Hockey :) Allerdings auch nicht mehr zu lange, ist immerhin schon fast halb 10 und ich falle spätestens um 10 immer todmüde ins Bett :).

Gute Nacht und guten Morgen!
Lots of love,
Lena ♡








Hund müsste man sein...


Dienstag, 3. Februar 2015

Travel

We're not told to travel.
We’re told not to travel by those closest to us. By our well-intentioned parents, and uncles and aunts. By our best friends. By those we love, and those who love us back. We’re told not to travel by those who want us to stay.
We’re told not to travel by those we don’t give a damn about. By the boss who cares more about next month’s schedule than your dreams. By the landlord who doesn’t want to find someone new. We’re told not to travel by those we inconvenience.
We’re told not to travel by our calendars. By the wedding coming up next month. By the holiday season after that. By our mom’s birthday. By that thing your friend does every year that you never miss. By the season finale of that show you like. We’re told not to travel, because we’re told there’s too much to do.
We’re told not to travel by our bank accounts. By our credit cards, and our utility bills. By the price of a tank of gas for the cars we haven’t paid off yet. By the cost of tuition and two-hundred dollar textbooks. We’re told not to travel, because we’re told we can’t afford it.
We’re told not to travel by our television. By the pictures of extremists, waving guns and wearing black. By the stories about diseases, and wars, and missing children. We’re told that other countries aren’t safe. We’re told that tourists are targets. We’re told to stay inside and put bigger locks on our doors. We’re told not to travel, when we don't trust other people.
We’re told not to travel by social anxiety. By the fear we have that we can’t quite explain. By not wanting to spend twelve-hours next to a stranger on an airplane. By not wanting to sleep in a room with people you’ve never met. Because what if they want to talk and you have nothing to say? Or what if they don’t want to talk, and you’re alone the whole time? And what if you take a wrong turn and get lost in a strange country, and what if, what if, what if, what if...
We’re told not to travel when we don't trust ourselves.
     
And yet, we travel.
With the whole world giving us reasons not to, we do it anyway. We pack a bag, and we head for the horizon. And when we start to travel, something strange happens.
We trust ourselves. We choose not to let our lives be defined by fears and insecurities. Wayne Gretzky has a fear of flying. But if he didn't trust himself to get on an airplane a hundred times a year, he wouldn't have been the greatest hockey player of all time.
We trust others. We choose not to let the media convince us that humanity is bad. Humanity isn't bad; we've just given the bad ones the spotlight. All over the world I've met friendly people who are proud of their countries. People who will give you directions or recommend you places to go. All you need to do is ask.
We buy less. We choose to find value in things that don’t need to be bought. Every time I return from travelling I end up donating old clothing, or finding some way to minimize my possessions. It's liberating. To quote Palahniuk's Fight Club: The things you own end up owning you.
We stay less busy. We choose to save time to travel, to dream, and to live. This doesn't mean your mom's birthday or your friend's wedding isn't important to you. But if you're waiting for a free schedule before your next big adventure, you could be waiting your whole life.
We worry less. We choose to lead our own lives, not the lives others want for us. Everyone has their own perspective, and is going to want something different from you. While every traveller needs to know when to say yes, they also need to know when to say no.
And when we come home from our travels, we love more. Because there's nothing quite like travel to show you what you had before you left.

This poem is something for everyone. For some to identify and for others to understand the magic of traveling. And I couldn't have said it any better.
(Found it here: http://capia2014.wix.com/onthego on Pia's lovely blog, check it out!)

Have a good night or an amazing day wherever you might be right now!
Lena ♡

Sonntag, 1. Februar 2015

Welcome to Prince George

Hey Lovelies!
For everyone who was worried about my trip: I got here to Prince George safe and sound!
The bus ride from Vancouver was better than I thought it would be. Although it took me 12 hours it didn't feel like it all. Time just flew by looking outside the window because the landscape is fascinating! Starting in the City of Vancouver with an amazing sunrise, going over to the lower mainland with evergreen trees, mountains and driving along a river, then passing almost a deserty environment and ending up in the middle of nowhere surrounded by just trees and snow. A lot of snow. Just for you geting an idea: only today it's been snowing all day long and we got 7 inches (20cm) of new snow. And it hasen't stopped snowing since.
So the first night I was just overwhelmed by the ten dogs which are living in the house and passed away pretty quickly. The next morning we got up at 8am to feed the dogs (and a lama, two sheeps and a goat) and pick up the poo. Besides the ten dogs inside we have twelve more living in a barn just up a hill from the house which of course need to be taken care of as well. The animals come always first which means that us people are having breakfast after all the animals are full and happy. To sum up the first day, all I can say is that it was really canadian! Blueberry pancakes with maple syrup for breakfast, then snowmobiling and dog sledding during the day and watching hockey at night. Today the day started similar with feeding the dogs and breakfast. Then we loaded 16 dogs up on the truck to drive over to a friends place for dog sledding and sitting by the bonfire. Just having a nice day with friends :)
I've already experienced so much in the last two days that I really don't know where to start telling you about it and I'm really excited for the upcoming week! I feel so comfortable here, enjoying the nature and most of all the lovely dogs which are all so cuddly and friendly and I'm loving them already! And I don't think I could've picked a better place to spend my next time at! :)

I will keep you updated!
Lots of love,
Lena ♡

Snowmobiles with the dog barn in the background
Our house (dog truck on the left)
"Snowbreak" during a tour


Waiting for the run...

Sonntag, 25. Januar 2015

My Vancouver Life

Hallo meine Lieben! :)
Gestern hat meine letzte Woche hier in Vancouver angefangen, denn nächsten Freitag fahre ich knapp 1000 km nördlich nach Prince George auf eine Husky Ranch! Temperaturmäßig werde ich mich wohl ein bisschen umstellen müssen und mir die frühlingshaften Temperaturen hier in Van abgewöhnen, denn jetzt um die Zeit sind es dort gerne mal um die -15 bis -20°C. Aber trotzdessen freue ich mich schon wahnsinnig auf die Zeit dort! Ich habe schon viel mit den Besitzern hin-und herschieben und sie wirken echt nett :) Dann geht es für mich raus aus der Stadt und ins verschneite, kanadische Hinterland. Eine typische "Kanada-Erfahrung" eben. Außerdem bin ich dann mal wieder gezwungen, nur Englisch zu sprechen, was hier in Vancouver, abgesehen von der Arbeit, nicht so sehr Fall ist, weil es einfach nur so von Deutschen wimmelt! Da frage ich mich echt manchmal, ob noch jemand zu Hause ist oder ob sich alle hier herumtreiben?! :D Aber ich habe viele super liebe Menschen kennengelernt, die ich niemals mehr missen möchte! Und die Tatsache, dass man aus dem selben Land kommt, macht ein Wiedersehen ja auch um einiges einfacher!
Zwischendrin hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir die Stadt mit den vielen Menschen und Autos und laut und alles auf die Nerven geht und dass ich wieder raus in die Natur möchte aber je näher der Abschied kommt, desto melancholischer werde ich und weiß, dass mir Vancouver fehlen wird,  auch wenn ich mich wirklich auf die neue Zeit freue! Ich habe jetzt drei Monate hier gelebt und es in der Zeit geschafft mir ein Umfeld mit Freunden, Arbeit, Freizeit und Spaß aufzubauen und es fällt mir schon schwer das hinter mir zu lassen. Wo ich anfangs im Coffeshop noch drei Mal nachfragen musste, was denn gerade bestellt wurde, kenne ich jetzt die meisten Stammkunden und kann ihnen ihr "usual" schon fertig machen, wenn sie die Tür hereinkommen oder ein kurzes Pläuschen halten. Wo Google maps die erste Zeit mein bester Freund war, ich sonst ziemlich aufgeschmissen war und alle Busrouten vorher im Internet geplant habe, kenne ich die Stadt mittlerweile wie meine Westentasche und finde mich überall zurecht. Wo ich anfangs meistens auf der Suche nach schönen und günstigen Restaurants oder Bars war, werde ich von der Bedienung in einer Bar schon nicht mehr nach meinem Ausweis gefragt (und normalerweise muss den hier jeder, der jünger als 50 aussieht vorzeigen). Ich könnte die Liste noch unendlich weiterführen aber ich glaube ihr habt verstanden, worum es mir geht. Vancouver ist in den drei Monaten ein zweites zu Hause geworden und ich bin ziemlich dankbar und glücklich, dass ich hier so eine tolle Zeit und vor allem so viel Glück mit meinen zwei Jobs hatte! Beide Male wurde ich in zwei wundervolle Teams mit super lieben Kollegen und Chefs aufgenommen und wenn ich vereinzelte Geschichten von anderen höre, ist das nicht immer verständlich. Wobei die Kanadier ja allgemein einfach unglaublich lieb, offen, höflich und herzlich sind! Ich habe schon so oft beobachtet, wie zwei fremde Menschen im Bus einfach anfangen sich über Gott und und die Welt unterhalten, an ihrer Haltestelle aussteigen und sich vermutlich nie wieder sehen. Ein paar Mal ist mir so etwas auch passiert und anfangs war ich echt skeptisch und zurückhaltend, weil ich es einfach nicht gewohnt war und irgendwo einen Haken erwartet habe (was wohl einfach typisch deutsches Denken widerspiegelt). Und auch wenn ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, sind so Begegnungen immernoch besonders und zaubern mir ein Lächeln aufs Gesicht. Auch wenn vieles vielleicht nur oberflächlich gemeint ist wie ein "Good day, how are you? " geht man hier einfach so viel freundlicher miteinander um und bedankt sich beispielsweise beim Busfahrer mit einem kurzen "Thank you", wenn man aussteigt. Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben :)
Aaaber ich habe ja noch einiges vor mir und werde neue Menschen kennenlernen und neue schöne Orte in diesem riesen Land entdecken! Alleine schon dank der die Tatsache, dass ich nächste Woche zwölf Stunden mit dem Bus nach Norden gurke und IMMERNOCH in British Columbia, also in der selben Province bin, könnt ihr vielleicht erahnen, wie groß Kanada wirklich ist!

Der Eintrag ist jetzt ein bisschen länger geworden und ich hoffe, ich bin euch nicht zu gefühlsduselig geworden, aber ihr sollt ja wissen, was bei mir gerade so los ist, ne? :)
Und für alle die, die es bis hierher geschaftt haben und nicht vorher aufgegeben haben gibt es jetzt eine kleine Belohnung. Und zwar Bilder von einem Tagestrip nach Bowen Island letzte Woche mit vier ziemlich netten Jungs! Bowen Island ist echt super schön! Solltet ihr also mal in der Gegend sein, stattet der kleinen, verschlafenen Insel echt mal einen Besuch ab!

Und jetzt habe ich echt genug geredet und lasse euch genießen :)
Bis zum nächsten Mal und immer schön abenteuerlich bleiben!

Eure Lena ♡