Montag, 9. März 2015

Dogs leave pawprints on your heart

Hallo meine Lieben! :)
Und schon wieder ist so viel Zeit seit dem letzten Blogport vergangen...tut mir leid! Aber dieses Land hält mich einfach so sehr auf Trab, dass ich wenig Zeit für den Blog finde. Und das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen oder?
Nun aber wirklich zum eigentlichen Thema: ich will euch noch von meinem einmaligen und unvergesslichen Wochenende erzählen, dass ich mit Shellie und Joe auf dem Hunderennen verbracht habe. Bis weniger als 24 Stunden vor Abfahrt wusste ich noch gar nicht, dass ich mitdurfte und habe mich dann umso mehr gefreut, als Shellie mir erzählt hat, dass sie mich mitnehmen! Und nicht nur das, ich durfte sogar selbst ein Team mit ins Rennen nehmen!! :) Dann hieß es den ganzen Freitag erst mal packen. Das ist ungefähr so, wie vor einem Volti-Turnier. Man muss die ganze Ausrüstung für die Hunde, wie Leinen, Geschirre, Futter, Schlitten, Schlittenleinen und noch vieles mehr einpacken und wenn das dann alles erledigt ist, unsere Menschensachen :D.
Freitagabend ging es dann früh ins Bett, weil der Wecker am nächsten Morgen auf 4 Uhr gestellt war...Da haben wir dann im Halbschlaf die Hunde von der Scheune runter zum Truck geführt und sie in die Hundeboxen gepackt. Die Hunde bleiben das ganze Wochenende in den Boxen und werden nur für das Rennen, ein paar Spaziergänge, Futter und um ihre Geschäfte zu erledigen, heruntergeholt.
Da habe ich zwar auch erst gedacht " Oje die armen Hunde, die ganze Zeit eingeengt", aber denen gefällt es darin wirklich ganz gut glaube ich! 
 So sieht das dann aus!

Nach gut 2 1/2 nord-westlicher Fahrt sind wir dann in Fort Saint James beim Rennen angekommen. Dort hieß es dann zuerst einmal "drop the dogs", was so viel heißt wie alle Hunde aus den Boxen heben und an eine Kette vor dem Auto anzubinden, damit sie sich erleichtern können. Danach haben wir uns ein bisschen auf dem Gelände umgesehen und auch den Anfang der Rennstrecke ausgecheckt. Der hat mir auch gleich etwas Bammel gemacht, da nach den ersten 100m nach dem Start eine ziemlich, ziemlich scharf aussehende Kurve kam und sogar Shellie sagte, dass sie da bestimmt hinfällt. Na Prost Mahlzeit habe ich mir da gedacht...wenn sie das schon sagt, die seit fünf Jahren auf einem Schlitten steht, wie soll ich das denn dann schaffen?!
Naja, war dann auch noch ein bisschen Zeit bis zu meinem Start, denn zuerst starteten andere Kategorien, bei denen wir dann ein paar Mushern geholfen haben, ihre Hunde an den Schlitten zu leinen und die Hunde mit an die Startlinie geführt haben. Denn mit teilweise zehn Hunden an einem Schlitten kann das ganz schnell ein ziemliches Chaos werden, was auch mal nicht so gut ausgehen kann, weil sich eben nicht alle Hunde suoer gut verstehen. Aber es ist zum Glück alles gut gegangen.
Es ist echt schon ziemlich spannend, einfach nur vor dem Rennen dabei zu sein und alle Hunde zu sehen und vor allem zu hören! Ihr glaubt nicht, wie laut das war. Die Hunde haben gebellt, weil sie so aufgeregt waren und nicht mehr warten wollten, bis sie endlich rennen dürfen. Denn egal, wie viele "böse" Geschichten es über Musher gibt und ja, manche treffen auch leider auf manche Musher zu, die Hund lieben es einfach den Schlitten zu ziehen! Das sieht man jedem einzelnen an!
Die Zeit verging dann doch rasend schnell und auf einmal musste ich meine Startnummer anziehen, die Hunde aus ihren Boxen holen, ihnen ihr jeweiliges spezielles Geschirr anziehen und sie vor den Schlitten spannen und dann stand ich schon im shoot out (so wird die Startlinie genannt). Dort wurden die letzten zehn Sekunden runtergezählt und dann hieß es "reeeeeeaaaddddyyy" für die Hunde ich mich. So schnell wie meine Hunde gerannt sind, konnte ich gar nicht wirklich über die scharfe Kurve nachdenken, von der ich euch vorhin erzählt habe, und ich auf einmal war ich auch schon wieder vorbei. War also alles gar nicht so schlimm wie erwartet.



Nach knapp 20 Minuten für 4km, war der ganze Spaß auch schon wieder vorbei, die Hunde und ich kamen heil im Ziel an und ich hatte mein erstes Hunderennn erfolgreich hinter mich gebracht. Für den Tag landete ich auf dem 5. Platz (von 7), war aber auch als fünfte gestartet und da wir alle mit einem zwei-Minuten-Abstand losgeschickt wurden konnte fast jeder seine Startposition halten.
Danach wurden die Hunde erst mal mit cookies und Abendessen belohnt, wieder eingeladen und wir fuhren zu unserer Unterkunft. Dort angekommen haben wir uns eine halbe Stunde ausgeruht, danach wieder die Hunde zum Pinkeln rausgelassen und sind dann zu einem Dinner mit allen anderen Mushern gefahren. Das war echt ein schöner und lustiger Abend und ich habe einige echt nette neue Leute kennengelernt :)
Wieder bei unserer Unterkunft angekommen hieß es nochmal "drop the dogs" und wir sind mit ihnen auch allen noch einzeln spazieren gegangen, damit sie sich vor der Nacht die Beine vertreten konnten. Dann haben wir uns nochmal für zwei Stunden hingelegt, um die Hunde um Mitternacht noch ein letztes Mal rauszulassen. Die können nämlich höchstens für sechs Stunden am Stück in den Boxen bleiben. Womit ihr euch also auch ausrechnen könnt, wann der Wecker am nächsten Morgen geklingelt hat. Ich sage nur eins: es war früh, sehr früh! Und vor allem nach so einem langen Vortag.
Nach einem guten Früshtück waren Shellie, Joe, ich und alle 14 Hunde gegen 8 Uhr bei der Rennstrecke und dort lief alles ungefähr so ab, wie am Tag zuvor auch. Ich habe meinen letzten Durchlauf nochmal sehr genossen und konnte meinen 5. Platz auch halten (was mir sogar $60 Preisgeld eingebracht hat). Aber letztlich wäre es mir ganz egal gewesen, mit welchem Platz ich nach Hause gekommen wäre, denn die Erfahrung war einfach einmalig, unvergesslich und vor allem unbezahlbar! Ich bin einfach so so unendlich danbar, dass Shellie mir so etwas Wundervolles ermöglicht hat! Shellie, just in case you've made it this far: thank you again so so much! ♥

Der gesamte Monat auf der Farm gehört mit zur tollsten Zeit, die ich hier in Kanada hatte, because I simply fell in love with those wonderful dogs and this amazing place on earth! :)

Das wars mal wieder von mir und meinen Abenteuern.

Bis zum nächsten Mal,
eure Lena xx






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