Salut ihr Lieben!
Jetzt ist schon wieder eine Woche rum und ich habe noch keinen Post veröffentlicht. Aber diese Woche ist einfach so viel passiert, da hatte ich kaum Zeit für die nötigsten Dinge wie essen, duschen oder schlafen. Jetzt habe ich mal ein paar ruhige Minuten und kann euch von der letzten Woche berichten, die echt extraordinary war!
Also, die meisten Tiere die wir haben, sind Waschbären und die leben immer circa in 10 er Gruppen in großen Gehegen mit Pool, Spielzeug, Außenanlage, Spielzeug, und und und. Jetzt sind in den letzten Wochen immer mal vereinzelt Waschbären gestorben oder mussten eingeschläfert werden, was an sich nichts so Unnatürliches ist, da die meisten Tiere, die wir bekommen in irgendeiner Art und Weise krank oder angeschlagen sind. Anfang dieser Woche sind aber auf einmal immer mehr krank geworden und sind kurze Zeit später gestorben, obwohl sie ein paar Stunden vorher noch tobend durch ihr Gehege gerannt sind. Wie wir jetzt wissen (das war lange Zeit ungeklärt) handelt es sich um einen Virus. Nachdem sich die Tiere mit diesem Virus infiziert haben kann es zwar mehrere Wochen dauern, bis dieser ausbricht. Ist er allerdings erst einmal ausgebrochen sterben die Tiere innerhalb weniger Stunden, sodass es leider fast unmöglich ist ihnen noch zu helfen. So haben wir z.B. zwei Gehege in denen nur noch drei von ursprünglich zehn raccoons übrig sind :( Ja und aus diesem Grund ist gerade alles etwas chaotisch, da natürlich jeder traurig ist, dass man nichts dagegen machen kann, egal wie sehr man den Tieren auch helfen will und wie viel Arbeit man hineinsteckt. Außerdem müssen wir jetzt alle doppelt vorsichtig sein, um den Virus nicht weiter zu verbreiten und die Gehege extra, extra gründlich putzen und schrubben, uns nach jedem Mal, wenn wir bei den Waschbären waren umziehen und uns desinfizieren. Das ist natürlich notwendig aber braucht auch sehr viel Zeit und alle anderen Tiere wollen ja auch versorgt werden, das Haus muss geputzt werden und die Dinge auf der To-do-Liste abgearbeitet werden (die ist nämlich immernoch genauso lang :P). So kann es dann auch mal passieren, dass der Tag zwar wie immer um 7 Uhr beginnt, aber erst gegen 8 pm, ohne Mittagspause, endet. Und ja, es ist genauso hart und anstrengend wie es sich anhört! Aber wisst ihr was? Wir lassen uns nicht unterkriegen und die Tiere sind es umso mehr wert! Mir macht die Arbeit trotz alldem total viel Spaß und wenn ich morgens zu meinen Eichhörnchen komme und sie mich, und vor allem ihre Milch, freudig erwarten, weiß ich jedes Mal wieder, wofür ich das alles mache! :)
Wo ich schon gerade bei meinen "squirrels" bin, denen geht es prächtig und sie futtern und futtern und wachsen und wachsen. Ich habe sie jetzt in einen großen Vogelkäfig mit ganz vielen Haselnusszweigen umgesiedelt, auf denen sie freudig erste Kletterversuche unternehmen. Sie bekommen jetzt zusätzlich zur Milch auch normales Futter, wie Nüsse und Obst, sodass ich sie auch nicht mehr nachts füttern muss :).
Ein "Highlight" der Woche war auch die Fahrt zum "laundromat" in der Stadt, wo wir alle sehr sehr großen Decken und Handtücher hinbringen und sie dann, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, in einer Wäscherei wäscht. Das war meine erste Autofahrt auf kanadischem Boden und zudem mein erster Besuch in einer typischen Wäscherei. Als ich von dort wieder zurück bei Critter Care war, wartete schon die nächste Überraschung auf mich: ich habe noch ein Tier bekommen. Und zwar ein "mink". Ja ich kannte das Wort vorher auch nicht und auch als ich das Tier gesehen habe, kam es mir zwar irgendwie bekannt vor aber ich wusste trotzdem nicht genau, was es eigentlich ist. Deshalb habe ich es gegoogelt und es ist ein Nerz. Diese kleinen süßen Tierchen aus denen viele Pelzmäntel gemacht werden. (Obwohl ich es sowieso nicht tue, werde ich ab jetzt erst recht kein Pelz mehr tragen!).
Und obwohl das kleine Ding echt süß ist hat, sie es aber auch ganz schön in sich! Ich soll sie zum Beispiel nur mit dicken Handschuhen anfassen, weil sie ziemlich zubeißen kann aber mit mir will sie eher knuddeln als kämpfen. Die Dame ist zum Glück schon alt genug, dass ich sie nicht mehr füttern muss, allerdings hat das auch seine Nachteile, denn sie isst nur rohes Fleisch. Und so muss ich ihr morgens vor meinem eigenen Frühstück kleine Küken und rohes Hühnerfleisch servieren. Außerdem bekommt sie manchmal auch lebende Hasenbabies, die wir bekommen und die leider ohne ihre Mutter keine Überlebenschance haben und deshalb verfüttert werden. Das ist ziemlich grauenvoll aber so ist die Natur leider...
Das war es erst mal von mir und dieser besonderen, schlaflosen, ereignisreichen, außergewöhnlichen, traurigen, spannenden und lehrreichen Woche. Ich hänge euch noch ein paar Fotos von meinen groß gewordenen squirrels an und wenn ich es schaffe, bekommt ihr im nächsten Post auch Bilder von meinem mink :)
Bis dahin,
eure Lena ♡
Aaaaaaaah Hasenbabys :'(
AntwortenLöschenDa würd ich überschnappen ! Aber schön von dir zu hören !
Küsse aus Deutschland :)
P.s. haben deine Eichhörnchen mitlerweile Namen? :)
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